Effizienzklassen jetzt auch für Reifen - EU Richtline tritt noch dieses Jahr in Kraft

04.06.2012

Die Klassifizierung von Fahrzeugen hat uns im letzten Jahr ereilt. Damit soll dem Kunden die Effizienz eines Fahrzeugs verdeutlicht werden, nach dem Prinzip, wie es bei Waschmaschine & Co. schon seit vielen Jahren üblich ist.

Dabei bezieht man den Kraftstoffverbrauch auf das Fahrzeuggewischt. Leicht Fahrzeuge müssen demnach sehr wenig verbrauchen, ergo dürfen schwere Fahrzeuge sehr viel verbrauchen. Die Kollegen von Autobild haben einen passenden Vergleich gefunden. Demnach ist der Leopard 2 Panzer mit weit mehr als 400l auf 100km bei 62 Tonnen Gewicht genau so effizient wie der aktuelle Golf von Max Mustermann mit 1,4l und 6,4l Verbrauch auf 100km.

An dieser Stelle sieht man ganz deutlich das "Potential" dieses Labels. Bei der Klassifizierung der Reifen hat man umgedacht, was genau das Lable kennzeichnen will, das klären wir.

Im Herbst wird es grün auf europäischen Straßen. Zum 1. November führt die EU-Kommission ein Label ein, das die Energieeffizienz, die Nasshaftung und das externe Rollgeräusch von Reifen klassifiziert und einheitliche Richtlinien für die Europäische Union festschreibt. Ähnlich wie bei Waschmaschinen oder Kühlschränken, können  Autofahrer dann anhand der Einteilung der Pneus in die Klassen A bis G ablesen, wie sicher, leise und spritsparend Reifen sind. „Durch die neue EU-Verordnung wird die Transparenz für den Autofahrer größer. Er wird in Zukunft mit nur einem Blick wissen, was der Reifen seiner Wahl kann. Wir erwarten durch die gesteigerte Transparenz insgesamt eine höhere Nachfrage nach umweltfreundlichen Reifen“, sagt Horst Wildemann.

Der Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität München hat in mehreren Studien die Vorteile von grünen Reifen untersucht.

Das EU-Etikett bewertet drei zentrale Kriterien: die Haftungsfähigkeit des Pneus auf nasser Straße, die Geräuschentwicklung beim Fahren und den Rollwiderstand, der beim Abrollen der Reifen durch deren Deformation entsteht. Letzterer birgt enormes Spritsparpotential. Denn: Rechnerisch wird jede vierte bis fünfte Tankfüllung zur Überwindung des Rollwiderstands verbraucht. Wer energieeffiziente Pneus erwirbt, schont also Geldbeutel und Umwelt, indem er seinen Verbrauch reduziert und somit weniger CO2-Emissionen verursacht. „Mit sogenannten rollwiderstandsoptimierten Reifen können leicht fünf bis sieben Prozent Kraftstoff gespart werden“, sagt Horst Wildemann.

Die Reifenhersteller sind auf diese Entwicklung vorbereitet. Schon heute haben alle namhaften Unternehmen grüne Produktreihen im Angebot, die in den nächsten Jahren erweitert werden sollen. Dabei besteht die größte Herausforderung darin, den Rollwiderstand zu verringern, ohne Abstriche bei der Straßenhaftung zu machen.

Der Schlüssel, um „Grüne Reifen“ herzustellen, ist ein leistungsfähiger synthetischer Kautschuk. „Vor allem durch neue Hightech-Kautschukmischungen können moderne Reifen das leisten, was man unter dem Begriff „magisches Dreieck“ zusammenfasst: Sie sind leiser, haften besser auf der Straße und sparen gleichzeitig trotzdem Sprit und damit CO2“, so Professor Wildemann.

Als weltweit führender Hersteller von synthetischem Kautschuk forscht die LANXESS AG intensiv an innovativen Rezepturen, mit denen die Eigenschaften grüner Hochleistungsreifen optimiert werden können. Während der letzten zwei Jahrzehnte führten verbesserte Materialen zu einer Reduzierung des Rollwiderstandswerte um 25 bis 30 Prozent.

„Wird der Rollwiderstand um zehn Prozent reduziert und zusätzlich Wert auf gutes und sicheres Bremsverhalten gelegt, kann der jährliche Spritverbrauch in Deutschland um mehrere hundert Millionen Liter reduziert werden“, sagt Dr. Axel C. Heitmann, der Vorstandsvorsitzende der LANXESS AG. Für den einzelnen Autofahrer ergibt sich folgende Rechnung: Ein Satz grüner Pneus kostet ungefähr 80 bis 200 Euro mehr als herkömmliche Reifen. Durch die Einsparung von 0,5 Litern Treibstoff auf 100 Kilometern werden jedoch bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern pro Jahr 75 Liter weniger Kraftstoff verbraucht. Bei einem Spritpreis von 1,50 Euro liegt das Sparpotenzial bei jährlich rund 112 Euro. Das heißt, schon nach weniger als zwei Jahren hat man die Mehrausgaben wieder eingespart.

Grüne Spuren hinterlassen

 

Dank ihrer speziellen Reifenprofile verursachen grüne Hochleistungsreifen zudem weniger Rollgeräusche als herkömmliche Pneus. Dadurch verringert sich die Lärmbelastung auf den Straßen. Laut Weltgesundheitsbehörde (WHO) stellt Verkehrslärm direkt hinter der Umweltverschmutzung das zweitgrößte Gesundheitsrisiko dar. Mit grünen Pneus reduziert sich das subjektive Lärmempfinden. Ein weiterer Vorteil: Die hochwertigen synthetischen Kautschuke verbessern die Haltbarkeit und die Abriebfestigkeit der Reifen. Kombiniert mit einem optimalen Luftdruck, kann die Reifenlebensdauer noch weiter erhöht werden.

Nicht nur auf den Straßen, auch in der Wirtschaft hinterlassen grüne Pneus Spuren. „Wir sehen in den energieeffizienten Hochleistungsreifen einen Wachstumsmarkt“, sagt Dr. Axel C. Heitmann von LANXESS.

 

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/advertorials/lanxess/anzeige-eu-label-klassifiziert-energieeffizienz/6346156.html

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